Aktionswoche Existenzlohn: 21. - 27. Okt. 2013

Ein existenzsichernder Lohn ist ein Menschenrecht! Es ist unser Ziel, dieses Recht für NäherInnen in der globalen Bekleidungsindustrie einzufordern. Unter dem Aktionsaufruf „NäherInnen verdienen mehr. Existenzlohn für alle! startet Clean Clothes ihre neue Kampagne.

Den Auftakt bildete die Aktionswoche Existenzsichernder Lohn vom 21. bis 27. Oktober 2013 –  in 15 europäischen Ländern, natürlich auch in Österreich. 

WIEN: Pressegespräch
Zum offiziellen Auftakt der Aktionswoche existenzsichernde Löhne berichteten Mitarbeiterinnen von Südwind und der Clean Clothes Kampagne (CCK) über die Missstände in der Bekleidungsindustrie. Auch der ORF zeigte Interesse und widmete unserem Thema jeweils einen Beitrag in der Zib2 und in heute konkret

Christina Schröder, Ines Zanella, Michaela Königshofer, Elfriede Schachner (vl. n. r.)

WIEN: Clean Clothes Kamingespräch
Im Weltladen im 8. Gemeindebezirk berichtete Michaela Königshofer, Koordinatorin der CCK, über das Menschenrecht auf einen Existenzlohn. Lisa Muhr von Göttin des Glücks erklärte die Zulieferkette des Designlabels, welches mit höchsten sozialen und ökologischen Standards arbeitet und wie NäherInnen so von ihrer Arbeit profitieren. Die zentrale Message des Gesprächs: Es geht auch anders, wenn KonsumentInnen ihre Macht nützen!

DORNBIRN: “The Hands that sew your Shirt"
Etwa acht Millionen Hände produzieren in Bangladesch Kleidung für den Export. Zwei davon gehören der 17-Jährigen Sabina. CARE hat Sabina begleitet - "The Hands thatsewyour Shirt" erzählt ihre Geschichte dem versammelten Publikum im Kino des Spielbodens. Eine Kooperation mit Südwind und Nadelfin.

Filmvorführung “The Hands that sew your Shirt"


WIEN: Clean Clothes Stadtrundgang
Der Stadtrundgang, gestaltet von SOL, Jugend Eine Welt, der katholischen Frauenbewegung, GLOBAL 2000 und Südwind, führte Interessierte entlang der Mariahilferstraße. In sieben Stationen wurden beispielsweise die Reise einer Jeans nachgezeichnet oder die Preisaufschlüsselung eines T-Shirts geschätzt. Zum Mitnehmen gab‘s Handlungsmöglichkeiten, wie jede/r durch ihre/seine Kaufentscheidung oder Unterschrift die Situation der NäherInnen verbessern kann.

Der etwas andere Stadtrundgang für kritische Konsumenten


GRAZ: Clean Clothes Straßenaktion

Südwind Aktivistinnen  gingen unter dem Motto „NäherInnen verdienen mehr. Existenzlohn für alle!“ auf die Straße und machten PassantInnen auf die Missstände in der Bekleidungsindustrie aufmerksam. Zur Veranschaulichung wurden überdimensionale Wollknäuel sowie ein kleines Stück fertiger Pullover getragen – das eine Prozent des Verkaufspreises, das NäherInnen als Lohn erhalten. Mit Eifer wurden Unterschriften gesammelt und informiert.


INNSBRUCK: Clean Clothes Straßentheater
Maskierte Südwind AktivistInnen veranstalteten vor der Annasäule ein kleines, aber beeindruckendes Straßentheater. PassantInnen erhielten umfassende Informationen und wurden animiert, mit ihrer Unterschrift einen Beitrag für bessere Arbeitsbedingungen zu leisten.

Maskierte Südwind AktivistInnen mit Wollknäuel-Fußfesseln


WIEN: Clean Clothes Straßenaktion
Die AktivistInnen von Südwind Wien luden PassantInnen zum Nähen ein. Stück für Stück wurde ein ein überdimensionales T-Shirt zusammengesetzt. Auch auf der geschäftigen Mariahilfer Straße nahmen sich Menschen Zeit um ihre Nähkünste zu erproben. Ergebnis: Ein Gemeinschaftskunstwerk, das auf die Forderung nach einem Existenzlohn für alle NäherInnen aufmerksam macht. Vielen Dank an alle MitnäherInnen!

Nähen eines überdimensionalen T-Shirts


LINZ: Auf Lokalaugenschein bei den Näherinnen von Dhaka
Christina Schröder berichtete von ihrem Lokalaugenschein bei NäherInnen in Bangladesch. In der Hauptstadt Dhaka sah sie mit eigenen Augen, was es wirklich bedeutet, im Land der niedrigsten Löhne der Welt zu leben. Die Veranstaltung wurde von der AK OÖ, Südwind und weltumspannend arbeiten organisiert.

CCK News

Freilassung von GewerkschafterInnen und ArbeiterInnen in Bangladesch gelungen!

Die 35 sich innerhalb des Bekleidungssektors einsetzenden GewerkschafterInnen und ArbeiterInnen, die seit Dezember 2016 von der Regierung gefangen genommen wurden, sind nun freigelassen worden.
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Zwei Paar Schuhe?

Neue Studie der Clean Clothes Kampagne über Schuhproduktion für Deichmann, Ecco und Ara in Indonesien

Die im März veröffentlichte Studie der Clean Clothes Kampagne „Zwei Paar Schuhe?“ deckt auf, wie in Indonesien Lederschuhe für die europäischen Marken Deichmann, Ecco und Ara produziert werden. Die insgesamt 117 befragten ArbeiterInnen von vier Fabriken berichteten von erzwungenen Überstunden, Löhnen niedriger als der nationale Mindestlohn und unrechtmäßig befristeten Arbeitsverträgen.
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Die Clean Clothes Kampagne ruft die EU zum Handeln auf!

Gemeinsam mit Gewerkschaften ruft die Clean Clothes Kampagne die EU dazu auf, nach massiven Verletzungen von Arbeits- und Menschenrechten in Bangladesch die Handelsvereinbarung zu überprüfen!

Die Situation für ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch hat sich seit dem Einsturz der Rana Plaza Fabrik im Jahr 2013 nicht verbessert – es ist sogar zu einer weiteren Verschärfung der Lage gekommen.
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