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Firmenprofil: Benetton

Unternehmensdaten

Villa Minelli, Ponzano
Italien
1965
rund 6000 in 120 Ländern
Edizione Srl (Holding)
über 2 Mrd. Euro
122 Mio. Euro
Die Produktpalette umfasst United Colors of Benetton (Damen, Herren, Kinder, Dessous, Babybekleidung, Accessoires, Kosmetik, Parfüm, Wohnutensilien, Baby Produkte), Undercolors of Benetton (Dessous, Strandbekleidung, Schlafbekleidung, Accessoires für Damen, Herren und Kinder), Sisley und Playlife.

Kommentar der CCK

Da Benetton nicht auf den Fragebogen der CCK geantwortet hat, basiert die folgende Evaluation der Unternehmensverantwortung ausschließlich auf früheren Kontakten mit dem Unternehmen und einer Recherche von Dokumenten durch die CCK.

Transparenz

Benetton hat den Fragebogen der CCK nicht beantwortet. Der Verhaltenskodex der Firma ist öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert nicht sehr umfassende öffentliche Informationen zu den Produktionsländern und der Struktur der Lieferkette. Es existiert kein öffentlich zugänglicher Sozialbericht. Benetton liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Berichte mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.

Verhaltenskodex

Das Unternehmen Benetton hat einen Verhaltenskodex verabschiedet. Der Verhaltenskodex weist nicht darauf hin, dass dort, wo lokale und internationale Arbeitsstandards variieren, der höhere Standard gelten soll. Benetton erklärt, dass die Firma für die Umsetzung des Verhaltenskodex in der gesamten Lieferkette (inkl. Unterlieferanten) verantwortlich ist. Der Verhaltenskodex beinhaltet Maßnahmen, um diesen in den Arbeitsstätten zu implementieren, und die Einhaltung zu überprüfen. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu grundlegende Arbeitsstandards – entsprechend den ILO Kernkonventionen – in der gesamten Lieferkette zu respektieren. Das Unternehmen verpflichtet sich weder dazu, Löhne entsprechend eines Existenzlohns noch entsprechend eines gesetzlichen Mindestlohns zu zahlen. Es gibt keine Beschränkungen bezüglich der wöchentlichen Arbeitszeit. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt nicht explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten. Über die oben erwähnten Arbeitsstandards hinaus ist der Verhaltenskodex in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau. Er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf*:

  • Bestimmungen über vorübergehende Maßnahmen im Interesse der Kinder und ihrer Familien, wenn Kinderarbeit vorgefunden wird
  • Sonderbestimmungen für ArbeiterInnen unter 18 Jahren (z.B. Ausbildung, keine Nachtarbeit)
  • das Verbot des Arbeitgebers, Kautionen einzufordern oder Personalausweise zurückzubehalten
  • Bezahlung von Überstunden zum erhöhten Stundenansatz
  • die Garantie eines Existenzlohnes für einen regulären Arbeitstag ohne Überstunden
  • Verbot willkürlicher Strafen, insbesondere bei Krankheit oder Schwangerschaft
  • Kodexumsetzung und Beschaffungspolitik

Das Unternehmen hat nicht offen gelegt, ob sein Verhaltenskodex in irgendeine Sprache eines Landes übersetzt wurde, aus der es die Waren bezieht. Es ist unsicher, ob der Kaufvertrag mit dem Zulieferer festlegt, dass ein umfassender Verhaltenskodex bei ihm und all seinen Unterlieferanten umgesetzt werden muss. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen Benetton Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt Benetton nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Benetton hat nicht gezeigt, dass es sich der Tatsache bewusst ist, dass ein Teil der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen liegt, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Wir befürchten, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen. Es sind keine Vorschriften bekannt, um den Einkäufern positive Anreize zu geben, damit sie bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken berücksichtigen und Aufträge bevorzugt an diese Produktionsstätten geben.

*Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste Benetton den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 1, 81, 122, 131, 159, 175, 177, 183 und die ILO-Empfehlungen 143, 35, 90, 111, 146, 164, 168, 184, 190.

Kodexumsetzung

Das Unternehmen hat nicht offengelegt, ob sein Verhaltenskodex in irgendeine Sprache eines Landes übersetzt wurde, aus der es die Waren bezieht. Es ist unsicher, ob der Kaufvertrag mit dem Zulieferer festlegt, dass ein umfassender Verhaltenskodex bei ihm und all seinen Unterlieferanten umgesetzt werden muss. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen Benetton Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt Benetton nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Benetton hat nicht gezeigt, dass es sich der Tatsache bewusst ist, dass ein Teil der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen liegt, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Wir befürchten, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen. Es sind keine Vorschriften bekannt, um den Einkäufern positive Anreize zu geben, damit sie bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken berücksichtigen und Aufträge bevorzugt an diese Produktionsstätten geben.

Monitoring und Verifizierung

Das Unternehmen ist nicht Mitglied einer Business-Monitoringinitiative. Die CCK hat keine Informationen über die Resultate der Monitoring Aktivitäten des Unternehmens. Benetton lieferte keine Informationen darüber, mit welchen korrektiven Schritten Arbeitsrechtsverletzungen behoben werden. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert.