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Firmenprofil: Meru

Unternehmensdaten

Bozen
Italien
2000
N/A
Eurofamily
EUR 150 Mio. (2010)
N/A
Bangladesch, China, Volksrepublik, Indien, Korea, Republik, Moldawien, Taiwan, Thailand, Vietnam
Marken von Eurofamily: Meru, Kaikkialla, HotStuff Produkte: Bekleidung, Schuhe, Taschen, Schlafsäcke, Zelte, Matratzen, Accessoires

Kommentar der CCK

 

Die nachfolgende Beurteilung der Unternehmenspolitik hinsichtlich Transparenz sowie der Implementierung und dem Monitoring von Arbeitsrechtsnormen basiert auf den Antworten des Unternehmens auf den Fragebogen der CCK und auf einer zusätzlichen Recherche von Dokumenten, durchgeführt von der CCK.

Die Marke me°ru' gehört dem Handels- u. Interessenzusammenschluss „Eurofamily“. Zu dieser Handelsvereinigung gehört u.a. die Firma „Globetrotter Austrüster“, die me°ru' als Eigenmarke in ihren Geschäften anbietet.

Die Hersteller von me°ru' verpflichten sich zwar formell zu nachhaltigen Produktionsbedingungen und Sozialstandards, jedoch erscheinen die Aktivitäten begrenzt, um ILO Kernarbeitsnormen und die Menschenrechte bei der Arbeit umzusetzen. In unklarer Weise wird von fairen Arbeitsbedingungen gesprochen.

Ein effektives und transparentes Engagement im Bereich der Unternehmensverantwortung wäre der Beitritt zu einer glaubwürdigen Multi-Stakeholder-Initiative, die die Zahlung eines existenzsichernden Lohns vorsieht.

Transparenz

 

Meru hat den Fragebogen der CCK beantwortet, aber keine zusätzlichen Dokumente geliefert. Der Verhaltenskodex der Firma ist öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert nicht sehr umfassende Informationen zu den Produktionsländern und der Struktur der Lieferkette. Ein Sozialbericht ist öffentlich zugänglich. Meru liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Reports mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.

Verhaltenskodex

 

Das Unternehmen Meru hat einen Verhaltenskodex verabschiedet. Der Verhaltenskodex weist darauf hin, dass dort, wo lokale und internationale Arbeitsstandards variieren, der höhere Standard gelten soll. Meru erklärt nicht, dass die Firma für die Umsetzung des Verhaltenskodex in der gesamten Lieferkette (inkl. Unterlieferanten) verantwortlich ist. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu grundlegende Arbeitsstandards – entsprechend den ILO Kernkonventionen – in der gesamten Lieferkette zu respektieren. Das Unternehmen verpflichtet sich nur dazu, den gesetzlichen Mindestlohn oder Standard-Industrielohn zu zahlen, d.h. keinen Existenzlohn. Der Verhaltenskodex der Firma beschränkt die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden (48 Stunden plus 12 Stunden Überzeit). Es ist vereinbart, dass Überstunden nur gelegentlich geleistet und mit dem üblichen Zuschlag abgegolten werden müssen. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt nicht explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten. Über die oben erwähnten Arbeitsstandards hinaus ist der Verhaltenskodex in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau. Er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf*

- die Garantie eines Existenzlohnes für einen regulären Arbeitstag ohne Überstunden

* Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste Meru den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 81,  122,  175,  177,  und die ILO Empfehlungen: 35,  90, 111,  168,  184).

Kodexumsetzung

Der Verhaltenskodex ist in die meisten Hauptsprachen der Länder übersetzt, aus denen das Unternehmen die Waren bezieht. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen Meru Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend der gelieferten Information liegen einige der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Dem Unternehmen gelingt es nicht, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen.

Monitoring und Verifizierung

 Das Unternehmen ist Mitglied der Business-Monitoringinitiative: BSCI. Meru reagiert auf Verstöße gegen den Verhaltenskodex mit einem Korrekturmaßnahmenplan. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert.