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Firmenprofil: Pimkie

Unternehmensdaten

Willstätt
Deutschland
1971
665 in Europa
Mulliez Corporate Group (zur Mulliez-Gruppe gehören u.a. auch: Orsay, Xanaka, Auchan, Decathlon, etc.)
nicht bekannt
nicht bekannt
Kollektionen: Must have, Weiß im Trend, Shorts, Imprimé Fleuri, Marin rétro, Accessoires

Kommentar der CCK

Pimkie ist nicht in einen unabhängigen Monitoring- und Verifikationsprozess involviert, um die Einhaltung minimaler Arbeitsstandards zu überwachen. Es gibt keine öffentlich zugänglichen Hinweise, dass Pimike die Einhaltung von internationalen Arbeitsrechtstandards bei seinen Zulieferern durchsetzt.
Da Pimkie nicht auf den Fragebogen der CCK geantwortet hat, basiert die folgende Evaluation der Unternehmensverantwortung ausschließlich auf früheren Kontakten mit dem Unternehmen und einer Recherche von Dokumenten durch die CCK.

Transparenz

Pimkie hat den Fragebogen der CCK nicht beantwortet. Es ist kein Verhaltenskodex öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert keine Information zur Struktur der Zulieferkette, der Produktionsländer und der Produktionsstätten. Es existiert kein öffentlich zugänglicher Sozialbericht. Pimkie liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Reporte mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.

Verhaltenskodex

Pimkie hat keinen Verhaltenskodex und bekennt sich in keinem öffentlichen Dokument zur Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der lokalen Arbeitsgesetze. Das Unternehmen verpflichtet sich öffentlich weder dazu, Löhne entsprechend eines Existenzlohns noch entsprechend eines gesetzlichen Mindestlohns zu zahlen. Es sind keine Beschränkungen bezüglich der wöchentlichen Arbeitszeit bekannt. Die Firma verlangt in öffentlichen Dokumenten weder eine sichere noch eine hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt nicht explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten.*

*Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste Pimkie den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 138, 182, 87, 98, 135, 100, 111, 29, 105, 1, 81, 122, 131, 154, 155, 159, 175, 177, 183 und die ILO-Empfehlungen 143, 35, 90, 111, 146, 164, 168, 184, 190.

Kodexumsetzung

Es ist unsicher, ob der Kaufvertrag mit dem Zulieferer festlegt, dass ein umfassender Verhaltenskodex bei ihm und all seinen Unterlieferanten umgesetzt werden muss. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen Pimkie Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt Pimkie nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Pimkie hat nicht gezeigt, dass es sich der Tatsache bewusst ist, dass ein Teil der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen liegt, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Wir befürchten, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen. Es sind keine Vorschriften bekannt, um den Einkäufern positive Anreize zu geben, damit sie bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken berücksichtigen und Aufträge bevorzugt an diese Produktionsstätten geben. Dasselbe gilt für Maßnahmen, die zeigen würden wie die Planung verbessert werden kann, damit exzessive Überstunden vermieden werden.

Monitoring und Verifizierung

Das Unternehmen ist nicht Mitglied einer Business-Monitoringinitiative. Die CCK hat keine Informationen über die Resultate der Monitoring Aktivitäten des Unternehmens. Pimkie lieferte keine Informationen darüber, mit welchen korrektiven Schritten Arbeitsrechtsverletzungen behoben werden. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert.