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Firmenprofil: Quechua

Unternehmensdaten

Domancy
Frankreich
1997
N/A
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Produkte: Bekleidung, Schuhe, Equipment für Wandern, Trekking, Skilanglauf, Klettern, Camping

Kommentar der CCK

Da Quechua nicht auf den Fragebogen der CCK geantwortet hat, basiert die folgende Evaluation der Unternehmensverantwortung ausschließlich auf einer Recherche durch die CCK:

Quechua gehört zu den wenigen Outdoor-Unternehmen, die den Fragebogen der CCC nicht beantwortet haben. Es ist nicht bekannt, ob bei der Herstellung der Produkte die Einhaltung von Sozialstandards in Übereinstimmung mit dem internationalen Arbeitsrecht verlangt wird. Quechua ist nicht in einen unabhängigen Monitoring- und Verifikationsprozess involviert, um die Einhaltung minimaler Arbeitsstandards zu überwachen.

Ein effektives und transparentes Engagement im Bereich der Unternehmensverantwortung wäre der Beitritt von Quechua zu einer glaubwürdigen Multi-Stakeholder-Initiative, die die Zahlung eines existenzsichernden Lohns vorsieht.

Transparenz

Quechua hat den Fragebogen der CCK nicht beantwortet. Der Verhaltenskodex der Firma ist nicht öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert keine Information zur Struktur der Zulieferkette, der Produktionsländer und der Produktionsstätten. Es existiert kein Sozialbericht. Quechua liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Reports mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.

Verhaltenskodex

Quechua bekennt sich in keinem öffentlichen Dokument zur Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der lokalen Arbeitsgesetze. Das Unternehmen verpflichtet sich öffentlich weder dazu, Löhne entsprechend eines Existenzlohns noch entsprechend eines gesetzlichen Mindestlohns zu zahlen. Entsprechend den vorliegenden Informationen gibt es keine Beschränkungen bezüglich der wöchentlichen Arbeitszeit und die Firma verlangt in öffentlichen Dokumenten weder eine sichere noch eine hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt nicht explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten.*

* Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste Quechua den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 138,  182,  87,  98,  135,  100, 111,  29,  105,  1,  81,  122,  131,  154,  155,  159,  175,  177,  183, und die ILO Empfehlungen: 143,  35,  90, 111,  146,  164,  168,  184,  190 ).

Kodexumsetzung

  Es ist unklar, ob der Kaufvertrag mit dem Zulieferer festlegt, dass der Kodex bei ihm und all seinen Unterlieferanten umgesetzt werden muss.  Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen Quechua Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt Quechua nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Wir befürchten, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen. Es sind keine Vorgaben bekannt, die den Einkäufern positive Anreize geben, damit sie bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken berücksichtigen und Aufträge bevorzugt an diese Produktionsstätten geben. Dasselbe gilt für Maßnahmen, die zeigen würden, wie die Planung verbessert werden kann, damit exzessive Überstunden vermieden werden.

Monitoring und Verifizierung

 Das Unternehmen ist nicht Mitglied einer Business-Monitoringinitiative. Die CCK hat keine Resultate der Monitoring Aktivitäten des Unternehmens. Quechua lieferte keine Informationen darüber, mit welchen korrektiven Schritten Arbeitsrechtsverletzungen behoben werden. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert.