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Firmenprofil: Skiny bodywear

Unternehmensdaten

Götzis
Österreich
1986
747 in Europa
Huber Holding
nicht bekannt
nicht bekannt
Produktpalette: Wellness- und Loungewear, Beachwear, Dessous (Damen- und Herrenkollektionen), Bodies

Kommentar der CCK

Obwohl Skiny Interesse an der Firmenbefragung der CCK zeigte, war die Firma nicht bereit, Informationen bezüglich den Maßnahmen für die Implementierung von Sozialstandards in der Zulieferkette zu geben. Skiny ist nicht in eine unabhängige Verifizierung involviert. Positiv zu erwähnen ist aber, dass die MitarbeiterInnen am Standort in Österreich betriebsrätlich organisiert sind und somit in dieser Produktionsstätte durch einen Betriebsrat vertreten werden.

Da Skiny bodywear GmbH nicht auf den Fragebogen der CCK geantwortet hat, basiert die folgende Evaluation der Unternehmensverantwortung ausschließlich auf früheren Kontakten mit dem Unternehmen und einer Recherche von Dokumenten durch die CCK.

Transparenz

Skiny bodywear GmbH hat den Fragebogen der CCK nicht beantwortet. Der Verhaltenskodex der Firma ist öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert keine Information zur Struktur der Zulieferkette, der Produktionsländer und der Produktionsstätten. Es existiert kein Sozialbericht. Skiny bodywear GmbH liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Reporte mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.

Verhaltenskodex

Skiny bodywear GmbH bekennt sich in keinem öffentlichen Dokument zur Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der lokalen Arbeitsgesetze. Skiny bodywear GmbH erklärt nicht, dass sie für die Umsetzung des Verhaltenskodex in der gesamten Lieferkette (inkl. Unterlieferanten) verantwortlich ist. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu, grundlegende Arbeitsstandards zu respektieren, aber es verweist nicht explizit auf die einzelnen ILO Kernarbeitsnormen. Das Unternehmen verpflichtet sich weder dazu, Löhne entsprechend eines Existenzlohns noch entsprechend eines gesetzlichen Mindestlohns zu zahlen. Es gibt keine Beschränkungen bezüglich der wöchentlichen Arbeitszeit. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt nicht explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten. Über die oben erwähnten Arbeitsstandards hinaus ist der Verhaltenskodex in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau. Er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf*:

  • Bestimmungen über vorübergehende Maßnahmen im Interesse der Kinder und ihrer Familien, wenn Kinderarbeit vorgefunden wird
  • Sonderbestimmungen für ArbeiterInnen unter 18 Jahren (z.B. Ausbildung, keine Nachtarbeit)
  • das Verbot des Arbeitgebers, Kautionen einzufordern oder Personalausweise zurückzubehalten
  • Bezahlung von Überstunden zum erhöhten Stundenansatz
  • die Garantie eines Existenzlohnes für einen regulären Arbeitstag ohne Überstunden
  • Verbot willkürlicher Strafen, insbesondere bei Krankheit oder Schwangerschaft
  • den expliziten Hinweis auf die ILO-Kernkonvention 182 gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit

*Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste Skiny bodywear GmbH den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 138, 182, 87, 98, 135, 100, 111, 29, 105, 1, 81, 122, 131, 154, 155, 159, 175, 177, 183 und die ILO-Empfehlungen 143, 35, 90, 111, 146, 164, 168, 184, 190.

Kodexumsetzung

Es ist unsicher, ob der Kaufvertrag mit dem Zulieferer festlegt, dass ein umfassender Verhaltenskodex bei ihm und all seinen Unterlieferanten umgesetzt werden muss. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen Skiny bodywear GmbH Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt Skiny bodywear GmbH nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Skiny bodywear GmbH hat nicht gezeigt, dass es sich der Tatsache bewusst ist, dass ein Teil der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen liegt, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Wir befürchten, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen. Es sind keine Vorschriften bekannt, um den Einkäufern positive Anreize zu geben, damit sie bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken berücksichtigen und Aufträge bevorzugt an diese Produktionsstätten geben. Dasselbe gilt für Maßnahmen, die zeigen würden wie die Planung verbessert werden kann, damit exzessive Überstunden vermieden werden.

Monitoring und Verifizierung

Das Unternehmen ist nicht Mitglied einer Business-Monitoringinitiative. Die CCK hat keine Informationen über die Resultate der Monitoring Aktivitäten des Unternehmens. Skiny bodywear GmbH lieferte keine Informationen darüber, mit welchen korrektiven Schritten Arbeitsrechtsverletzungen behoben werden. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert.

Skiny bodywear
Skiny bodywear
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