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Firmenprofil: WE

Unternehmensdaten

Utrecht
Niederlande
1917
225 in Europa
R. de Waal
nicht bekannt
nicht bekannt
Bangladesch, China, Volksrepublik, Indien, Thailand, Türkei
Im Besitz der Marken: WE, Fundamentals, Blue Ridge

Kommentar der CCK

WE verpflichtet sich nur, den gesetzlichen Mindestlohn oder industrieüblichen Lohn zu bezahlen, also keinen Existenzlohn. Die CCK Niederlande hat 2009 eine Recherche in Indien durchgeführt und bei Zulieferern von WE verschiedene Arbeitsrechtsverletzungen (v.a. bezüglich Lohn und Arbeitsstunden) aufgedeckt. Die ArbeiterInnen haben ausgesagt, das sie zwischen 37 und 51 Euro monatlich verdienten (gesetzlicher Mindestlohn: 54-63 Euro) und im Durchschnitt 12 Stunden täglich arbeiteten. Mit den Vorwürfen konfrontiert, hat WE lokale Organisationen kontaktiert. WE hat während dieser Zeit die Produktion in der untersuchten Fabrik gestoppt, weil die Agentur in Indien gewechselt habe. Die neue Agentur arbeite mit SA 8000-zertifizierten oder durch BSCI auditieren Zulieferern.

Die nachfolgende Beurteilung der Unternehmenspolitik hinsichtlich Transparenz sowie der Implementierung und dem Monitoring von Arbeitsrechtsnormen basiert auf den Antworten des Unternehmens auf den Fragebogen der CCK und auf einer zusätzlichen Recherche von Dokumenten, durchgeführt von der CCK.

Transparenz

We hat den Fragebogen der CCK beantwortet, aber keine zusätzlichen Dokumente geliefert. Der Verhaltenskodex der Firma ist öffentlich zugänglich im Internet, in Verkaufsläden oder durch andere Informationskanäle. Die Firma liefert nicht sehr umfassende Informationen zu den Produktionsländern und der Struktur der Lieferkette. Ein Sozialbericht ist öffentlich zugänglich. Dieser entspricht internationalen Berichtsstandards (GRI) und beinhaltet einen Bericht der Stakeholder. We liefert keine Ergebnisse von Fabrikaudits und es existieren auch keine Reporte mit Ergebnissen einer MSI-Verifizierung.

Verhaltenskodex

Das Unternehmen We hat einen Verhaltenskodex verabschiedet. Der Verhaltenskodex weist darauf hin, dass dort, wo lokale und internationale Arbeitsstandards variieren, der höhere Standard gelten soll. We erklärt nicht, dass sie für die Umsetzung des Verhaltenskodex in der gesamten Lieferkette (inkl. Unterlieferanten) verantwortlich ist. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu grundlegende Arbeitsstandards – entsprechend den ILO Kernkonventionen – in der gesamten Lieferkette zu respektieren. Das Unternehmen verpflichtet sich nur dazu, den gesetzlichen Mindestlohn oder Standard-Industrielohn zu zahlen, d.h. keinen Existenzlohn. Der Verhaltenskodex der Firma beschränkt die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden (48 Stunden plus 12 Stunden Überzeit). Es ist vereinbart, dass Überstunden nur gelegentlich geleistet und mit dem üblichen Zuschlag abgegolten werden müssen. Der Verhaltenskodex verlangt eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung in den Zulieferfabriken. Das Unternehmen verlangt nicht explizit, dass alle ArbeiterInnen einen Arbeitsvertrag erhalten. Über die oben erwähnten Arbeitsstandards hinaus ist der Verhaltenskodex in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau. Er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf*:

  • die Garantie eines Existenzlohnes für einen regulären Arbeitstag ohne Überstunden

*Um mit den jüngsten Entwicklungen der international anerkannten Arbeitsrechtsnormen mitzuhalten (siehe Kodex unter: www.jo-in.org), müsste We den Firmenkodex bezüglich der folgenden Normen aktualisieren (und die folgenden ILO-Konventionen explizit anerkennen): 81, 122, 175, 177 und die ILO-Empfehlungen 35, 90, 111, 168, 184.

Kodexumsetzung

Der Verhaltenskodex ist in alle Hauptsprachen der Länder übersetzt, aus denen das Unternehmen die Waren bezieht. Der Kaufvertrag mit dem Zulieferer legt nicht fest, dass der Kodex bei ihm und all seinen Unterlieferanten umgesetzt werden muss. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass das Unternehmen We Trainings zu Arbeitsrechtsfragen organisiert oder fördert. Entsprechend den vorliegenden Informationen beabsichtigt We nicht, die Zahlung eines Existenzlohns für alle ArbeiterInnen in der Zulieferkette zu implementieren. Entsprechend der gelieferten Information liegen einige der Produktionsstandorte in Ländern oder Zonen, in denen Vereinigungsfreiheit gesetzlich nicht garantiert wird. Dem Unternehmen gelingt es nicht, die negativen Auswirkungen seiner eigenen Beschaffungspolitik auf Arbeitsbedingungen genügend umfassend zu berücksichtigen.

Monitoring und Verifizierung

Das Unternehmen ist Mitglied der Business-Monitoringinitiative BSCI. We konnte nicht beispielhaft zeigen, wie identifizierte Verstöße gegen Arbeitsrechte nachverfolgt und behoben werden. Das Unternehmen ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert.

WE
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