Ride for a Change! Snow-, Skate- und Surf-Unternehmen im Fokus

Marken der Snowboard-, Surf- und Skaterszene werben mit coolem Lifestyle und Freizeitvergnügen. Doch der Spaß endet bei den strukturell schlechten Arbeitsbedingungen in Produktionsländern wie China, Indien oder Vietnam, wo die Menschen oft unter gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen für Hungerlöhne bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten.

Studie  

Die Clean Clothes Kampagne hat 2011 zehn international tätige Unternehmen der Snow-, Skate- und Surf-Branche zu ihrer sozialen Nachhaltigkeit befragt. Im Rahmen der Studie wurden folgende Unternehmen ausgewertet:
Billabong, Burton, Carhatt, DC Shoes, Etnies, Nikita, Nitro, O’Neill, Quiksilver, Ripcurl

Zu diesem Zeitpunkt verpflichtete sich noch keines der zehn untersuchten Unternehmen zur Zahlung eines existenzsichernden Lohns, veröffentlichte keinen Sozialbericht, und legte auch keine Produktionsstandorte offen. Sechs von zehn Unternehmen, nämlich Burton, Carhartt, Etnies, Nikita, Nitro und Rip Curl haben keinen öffentlich zugänglichen Verhaltenskodex. Die Kodizes der anderen Firmen sind unzureichend und sind entweder nicht für die gesamte Zulieferkette bindend oder geben keinen Aufschluss darüber, wie die Einhaltung kontrolliert wird.

Aktionswoche

Im November 2011 organisierte Clean Clothes-AktivistInnen Straßenaktionen in Innsbruck, Linz, Wien und Graz um auf die mangelnde Transparenz der Unternehmen aufmerksam zu machen. Hier gibt es ein Video der Strassenaktion in Graz

Take action! 4063 UnterstützerInnen für „Ride for a Change“

Die Clean Clothes Kampagne forderte im Rahmen der Petition „Ride for a Change“ gemeinsam mit KonsumentInnen von den Unternehmen mehr Transparenz und konkrete Schritten für die Sicherstellung von fairen Arbeitsbedingungen. Von Herbst 2011 bis Frühsommer 2012 unterschrieben 4063 Menschen die Petition „Ride for a Change“. Vielen Dank an alle UnterstützerInnen!!!

Karten Übergabe

In Österreich erklärte sich Burton Snowboards, mit Sitz der Europazentrale in Innsbruck, gesprächsbereit. Am 2. Juli 2012 übergaben Clean Clothes-AktivistInnen die gesammelten Petitionskarten an den Geschäftsführer von Burton Europa, Hermann Kapferer. Er erklärte bei der Übergabe, dass Burton Handlungsbedarf sehe und derzeit bestehende Kodizes und Richtlinien in Bezug auf die Beschaffungspraktiken überprüfe.

Nächste Schritte

Auch den restlichen neun Unternehmen werden die gesammelten Unterstützungserklärungen übermittelt. „Wir hoffen, dass die Branche in Bewegung kommt, dem Beispiel von Burton folgt und in der Zukunft nicht nur für Coolness und Lifestyle, sondern auch für faire Arbeitsbedingungen steht“, so Michaela Königshofer, Koordinatorin der Clean Clothes Kampagne.

Das Clean Clothes-Team bedankt sich bei allen UnterstützerInnen der Petition „Ride for a Change“!!!

Nov. 6, 2011, 14:10:14 Alexander Pfeffer
Ride for a change!
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