Forderungen

Um die Arbeitsbedingungen in der internationalen Bekleidungs- und Sportartikelproduktion zu verbessern, fordert die CCK die Einhaltung sozialer Mindeststandards in Verbindung mit regelmäßiger Überprüfung durch unabhängige Kontrollinstanzen.

Zwischen 1997 und 1998 erarbeitete die Clean Clothes Kampagne den Clean Clothes-Verhaltenskodex. Das Ziel ist, die Arbeitenden vor Ausbeutung zu schützen und ihnen ein Mittel in die Hand zu geben, das ihnen erlaubt, ihre Rechte wahrzunehmen und zu verteidigen. Die einzelnen Punkte stützen sich auf die Kernarbeitsnormen Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Clean Clothes-Verhaltenskodex

  • Keine Zwangsarbeit: ArbeiterInnen dürfen nicht durch Erpressung, Androhung von Gewalt und Einschüchterung zur Arbeit gezwungen werden.
  • Keine Diskriminierung: Es ist für Chancengleichheit und Gleichbehandlung zu sorgen. Beschäftigung unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, politischer Meinung und Nationalität.
  • Keine Kinderarbeit: Beschäftigung erst ab 15 Jahren, bzw. nach der Absolvierung der vorgeschriebenen Pflichtschuljahre.
  • Keine exzessiven Arbeitszeiten: Keine vorgeschriebenen, unbezahlten Überstunden. Die Arbeitszeiten müssen mit den gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiten übereinstimmen. Es darf von den ArbeitnehmerInnen nicht verlangt werden, dass sie regelmäßig mehr als 48 Stunden arbeiten. Pro Woche müssen sie mindestens einen Tag frei haben.
  • Vereinigungsfreiheit und Kollektivvertragsverhandlungen: Das Recht der ArbeiterInnen Gewerkschaften zu gründen und auf Kollektivverhandlungen muss gewahrt sein. Keine Diskriminierung gegenüber GewerkschafterInnen.
  • Betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz: Sicherheits- und Hygienevorschriften müssen eingehalten werden. Körperlicher oder psychischer Missbrauch, disziplinäre Strafen oder Einschüchterungen sind völlig unzulässig.
  • Festes Beschäftigungsverhältnis: Verpflichtungen und Rechte der ArbeiterInnen müssen schriftlich in einem Vertrag festgehalten werden.
  • Bezahlung eines existenzsichernden Lohns (living wage): Die Löhne müssen den ArbeiterInnen und ihren Familien ein menschenwürdiges Auskommen sichern. Die Löhne sollen in einem Vertrag schriftlich festgehalten werden. Lohnabzüge als Strafmaßnahme sind nicht erlaubt.

CCK News

ArbeiterInnen in Bangladesh fordern von der Regierung Anteil am Budget

Am Freitag, den 6. Mai 2017, versammelten sich VertreterInnen der GBGWF (Green Bengal Garment Workers Federation) vor dem National Press Club in Dhaka und forderten die Regierung dazu auf, in ihrer Planung des kommenden Budgets finanzielle Mittel für TextilarbeiterInnen vorzusehen.
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Keine Geheimnisse mehr. KonsumentInnen haben das Recht zu wissen, ob Ausbeutung und Gift an ihren Schuhen kleben

Clean Clothes Kampagne fordert von österreichischen und europäischen Schuhunternehmen wie u. a. Leder & Schuh AG (Humanic, Shoe4You), Deichmann und Birkenstock die Offenlegung ihrer gesamten Lieferkette.
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Was steckt in deiner Kleidung?

Mittels „Globalem Riesen-T-Shirt“ erzählten Südwind-AktivistInnen und Studierende der Uni Graz heute in der Grazer Innenstadt über die Produktionsgeschichte eines T-Shirts

Graz, 28. April 2017 – Mit der Installation „Globales Riesen-T-Shirt“ informierten Südwind-AktivistInnen und Studierende der Uni Graz heute am Tummelplatz über die Problemfelder in der Bekleidungsindustrie.


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